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Der 6. Treffpunkt Ernährungswirtschaft fand am 15. Oktober im Land Brandenburg beim IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH statt. Das Forum stand unter dem Motto „Carbon Footprint – Was kommt zukünftig auf die Betriebe der Ernährungsindustrie zu?“ Unter den Gästen waren zahlreiche Vertreter der Ernährungswirtschaft, der Lebensmittelindustrie, des Handels und der Wissenschaft. Der „Treffpunkt Ernährungswirtschaft“ hat sich damit als regionales Forum der Branche etabliert.
Herr Dr. Eckhard Krone, Vorstandsmitglied der WVEB und Geschäftsführer EWG Eberswalder Wurst GmbH, sagte: „Das Thema Kohlenstoff-Fußabdruck ist für die Betriebe sehr wichtig, weil es um klimafreundliche Produkte geht. Durch die Festlegung auf einheitliche Standards könnte der Fußabdruck als neues Label fungieren bzw. in bereits bestehende Kennzeichnungen umweltfreundlicher Produkte einbezogen werden. Letztendlich geht um die zukünftige Akzeptanz einer Marke beim Verbraucher.“
Herr Kretschmer, Geschäftsführer des IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH, erklärte, dass das IGV bereits vor 50 Jahren gegründet wurde. Die fünf Schwerpunktbereiche Backwarentechnologie, Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie, Nachwachsende Rohstoffe sowie das akkreditiertes Prüflabor bieten ein breites Leistungsspektrum. Unter Nutzung eigener und externer Grundlagen- und Anwendungsforschung entwickeln und erarbeiten die 110 Mitarbeiter des Institutes für Auftraggeber aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit kundengerechte Produkte, umweltschonende und effektive Herstellungsverfahren, praxisnahe technische Lösungen, Analysen und Gutachten.
Frau Ines Gromes vom Institut für Lebensmittel und Umweltforschung (ILU) stellte die Branchentransferstelle Ernährungswirtschaft in Brandenburg vor. Zum Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis bedient sich das Institut für Lebensmittel und Umweltforschung der Aktivitäten von Multiplikatoren wie Innovations- und Technologietransferstellen, betreibt aber auch eine eigene intensive Öffentlichkeitsarbeit. Der gemeinnützige Verein reklamiert für sich den Anspruch, mit seiner Forschung zu marktfähigen Problemlösungen insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen beizutragen. Damit soll die Innovations- und Wettbewerbskraft der mittelständischen Lebensmittelwirtschaft stabilisiert und gestärkt werden.
Herr Frank Wellenreuther, vom Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg GmbH (IFEU), erklärte, dasss Carbon Footprint derzeit vor allem in Großbritannien getestet wird. Es steht aber auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern zur Debatte. Das Konzept des Carbon Footprint stammt aus der Ökobilanz, die es bereits seit über 15 Jahren gibt. Die Ökobilanz-Norm lässt bei einzelnen Bilanzierungen unterschiedliche Auslegungen zu. Für die geplante vergleichende Bilanzierung von Hunderten von Produkten und einer Rangliste von Produkten mit unterschiedlichem Nutzen sind daher "Auslegungsregeln" und damit eine Konvention für den Carbon Footprint erforderlich. Eine abschließende Konvention liegt noch nicht vor, aber die Unternehmen der Ernährungsindustrie müssen ihre Prozeßströme hinsichtlich der Nachhaltigkeit analysieren, damit sie für die Zukunft gewappnet sind.
Zum Abschluss des 6. Treffpunkt Ernährungswirtschaft stellte Herr Hoffmann, Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg, die Grundzüge der Branchenstrategie für die Ernährungswirtschaft in Brandenburg vor. Mit dem strategischen Ansatz „Stärken stärken – Mehr Wirtschaftswachstum für mehr Beschäftigung“ hat das Land Brandenburg die Ziele Wettbewerbsfähigkeit und Innovation zu stärken, dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen und damit nachhaltiges Wachstum zu fördern verfolgt. Präsentation Carbon Footprint. |
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