05.11.19Berlin

Der Nutri-Score ist da.

Das neue Label soll Verbraucher auf den gesunden Pfad führen.

Ist es gesund? Macht es dick? In Zukunft sollen Verbraucher auf den ersten Blick feststellen können, wie nahrhaft Lebensmittel sind. Dies ist der Grundgedanke hinter dem neuen Nutri-Score, einem Gesundheits-Label, das Bundesministerin Julia Klöckner im Herbst 2019 in Berlin vorgestellt hat. Das neue Nährwertlogo in Form einer Farbampel ergänzt die EU-weit verpflichtende Nährwerttabelle.

Jahrelang dauerte der Streit über eine verständliche Kennzeichnung von Zucker, Fett, Salz und anderen Inhaltsstoffen. Für Verbraucher waren einige Label zu eindimensional, Unternehmen hielten viele Label für irreführend.

  • Eine Befragung von Verbrauchern hat nun zu neuen Erkenntnissen geführt. In diesem Sommer wurden 1.600 Teilnehmern vier verschiedene Lebensmittel-Siegel vorgelegt. Auf die Frage, welches davon in Deutschland eingeführt werden soll, sprachen sich 57 Prozent für den Nutri-Score aus.
Nutri-Score,Farbampel.Julia Klöckner
Das neue Nährwertlogo soll auf einen Blick zeigen, wie gesund Lebensmittel sind. © AdobeStock
  • Das Modell, das Frankreich bereits eingeführt hat, basiert auf einer fünfstufigen Skala von dem Buchstaben ,,A“ auf einem dunkelgrünen Feld für die günstigste Bilanz bis hin zu einem roten ,,E“ für das ungünstigste Resultat. Das zutreffende Feld wird jeweils hervorgehoben. Für die Kennzeichnung werden zuvor die Kalorienzahl sowie die ernährungsphysiologisch günstigen und ungünstigen Nährstoffe miteinander verrechnet. Weitere Informationen hierzu bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
 
  • Ziel ist es , den Nutri-Score im Laufe des kommenden Jahres einzuführen. Entsprechend den europarechtlichen Vorgaben wird es eine freiwillige Kennzeichnung sein. Bisher haben sich Verbraucher, Ärzte  und mehrere Unternehmen für die Einführung des Scores ausgesprochen.
 

„Das Nutri-Score-Modell ist immerhin differenzierter als die in den Vorjahren viel diskutierte Ampel-Kennzeichnung. Die freiwillige Verwendung von Nutri-Score ist ein richtiger Schritt – ich bin überzeugt, dass viele Produzenten dieses Modell übernehmen werden." Dies sagt Thomas Eller, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsvereinigung der Ernährungsindustrie in Berlin und Brandenburg.

Eller weist darauf hin, dass diese Lebensmittelkennzeichnung dem Konsumenten nur eine grobe Orientierung geben kann: ,,Entscheidend ist das tägliche Ernährungsverhalten insgesamt. Ernährungsbildung ist hierfür eine wichtige Voraussetzung. Hier haben vor allem Kindergärten und Schulen eine wichtige Aufgabe.“

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