21.11.16Berlin

Deutscher Mittelstand im Kampf um internationale Wettbewerbsfähigkeit


Im Ranking der internationalen Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen aus zehn Industrie- und Schwellenländern rücken die deutschen Mittelständler auf den ersten Platz vor. Das ist das erfreuliche Ergebnis des Wettbewerbsindikators 2016, den die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) jährlich herausgibt.
 
Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland konnten im Jahr 2016 ihre Stärken – wie Qualität, Service und Innovationskraft – bewahren und gleichzeitig ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Neben den Unternehmensfaktoren sieht sich der deutsche Mittelstand auch bei den Standortfaktoren aktuell gut aufgestellt. Diese werden hierzulande deutlich besser bewertet als in anderen Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie auf Basis der Einschätzung von mehr als 2.200 kleinen und mittleren Unternehmen in den zehn wichtigsten Volkswirtschaften Europas und der Welt.

Die Kernpunkte:

  • Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern, müssen kleine und mittlere Unternehmen vor allem das Thema Energieeffizienz vorantreiben. Zwar sind deutsche Mittelständler hier schon recht weit – rund ein Viertel von ihnen setzt derzeit konkrete Maßnahmen um oder hat in den vergangenen zwei Jahren Energieeffizienzprojekte erfolgreich abgeschlossen – jedoch werden weitere Anstrengungen notwendig sein, um auch zukünftig konkurrenzfähig zu bleiben. So könnten steigende Energiepreise und neue Anforderungen hinsichtlich nationaler Klimaschutzziele für wachsende Herausforderungen sorgen, die es schon heute anzugehen gilt.
  • Unternehmen in anderen Ländern holen hier bereits stark auf. Ganz vorn bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen liegen derzeit kleine und mittlere Unternehmen aus den USA. Dies spiegelt nicht nur den hohen Nachholbedarf dort ansässiger Unternehmen wider, sondern auch den Richtungswechsel in der Klimapolitik der USA während der Präsidentschaft Barack Obamas.
  • Staatliche Regulierung ist aus Sicht des Mittelstands zwar ein wichtiger Grund für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Stärkste Motivation bleibt jedoch die Reduzierung der Energiekosten.
  • Die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen kann an vielfältigen Hürden scheitern. Neben mangelnder Rentabilität schätzen viele Mittelständler fehlende finanzielle oder personelle Ressourcen als ein wesentliches Hemmnis ein.


Quelle: KfW-Wettbewerbsindikator 2016

Der KfW-Wettbewerbsindikator 2016

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