07.08.20Berlin

"Neues Schuljahr ist für Lehrer und Schüler die größte Herausforderung seit Jahrzehnten"

UVB-Geschäftsführer Alexander Schirp zum Schulbeginn in Berlin und Brandenburg

In Berlin und Brandenburg beginnt das neue Schuljahr. Aus Sicht von UVB-Geschäftsführer Alexander Schirp sind die Rahmenbedingungen schwierig. "Für Lehrer und Schüler ist das neue Schuljahr die größte Herausforderung seit Jahrzehnten", erklärte er. "Es gilt, die Corona-bedingten Rückstände der vergangenen Monate rasch aufzuholen. Kein Kind darf dauerhaft Defizite durch den Lockdown mit sich herumschleppen."

Für die Berufs- und Karriereaussichten wäre das eine schwere Hypothek, sagte er weiter. Die Schulen müssten sich darum kümmern, dass vor allem benachteiligte Schüler den Anschluss behielten. Vor allem in Berlin sei es dazu unerlässlich, die großen Lücken beim Lehrpersonal endlich zu schließen.

"Doppelbelastung der Eltern vermeiden"

Aus Sicht der Unternehmen sei es zudem wichtig, dass ein stabiler und verlässlicher Unterricht trotz der Pandemie-Risiken stattfinde. "Sollten dennoch erneut Schulschließungen nötig werden, darf die Betreuung der Kinder nicht wieder allein den Eltern überlassen sein. Das würde eine erneute Doppelbelastung bedeuten und zudem erneute personelle Engpässe für viele Unternehmen. Einen Neustart der Wirtschaft würde das massiv erschweren."

Mehr Tempo und Ehrgeiz bei Digitalisierung

Deshalb sei auch in Sachen Digitalisierung viel mehr Tempo und Ehrgeiz nötig, befand Schirp weiter. "Hier gibt es noch viele Baustellen: Die Digital-Ausbildung der Lehrer muss verbessert werden, es braucht pädagogische Konzepte für einen regelmäßigen, hochwertigen Online-Unterricht, und die IT-Ausstattung muss endlich auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden."

Für die Schulen stünden dabei umfangreiche Mittel aus dem Digitalpakt des Bundes bereit. Bei den Schülern müsse es das Ziel sein, so schnell wie möglich jedem Kind ein Tablet oder einen Laptop zur Verfügung zu stellen. Nur dann könne eine Kombination aus Präsenz- und digitalem Unterricht erfolgreich sein.

"Nicht zuletzt sollten die Angebote zur Berufs- und Studienorientierung schleunigst hochgefahren werden", schloss Schirp. "Berater und Vermittler müssen wieder mit den Schülern in Kontakt kommen, um sie auf die Zukunft vorzubereiten.“

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