13.10.16Berlin

Studie: Berlin ist Deutschlands innovativster Standort

Viele Gründer, Hightech, Top-Personal: Die Hauptstadt gewinnt den Bundesländer-Vergleich

Berlin ist der innovativste Standort in der Bundesrepublik. In einer neuen Studie der Bank ING Diba punktet die Hauptstadt mit der großen Zahl an jungen Leuten und der guten Ausbildung der Beschäftigten. Viele Arbeitsplätze im Hightech-Sektor und die starke Gründerszene sorgen außerdem für die Top-Platzierung – noch vor Städten wie Hamburg und Bremen und auch vor den wirtschaftsstarken Ländern Bayern und Baden-Württemberg. Brandenburg dagegen schafft es nur auf den 14. Platz.

Fast überall Spitze

„Berlin belegt in fast allen Kategorien den Spitzenplatz“, resümieren die Experten der Bank. Zu Rate gezogen hat die ING Diba das Alter der Beschäftigten, das Bildungsniveau, das Gründungsgeschehen und die Startups, den Anteil der Selbstständigen, die Zahl der Patentanmeldungen, die Zahl der Beschäftigten im Hightech-Sektor sowie die Versorgung mit Internetanschlüssen. „Innovationskraft ist ein wichtiger Faktor für langfristiges Wachstum“, schreiben die Autoren. Berlin hat 2014 und 2015 bei der Wirtschaftsleistung deutlich überdurchschnittlich zugelegt. Daneben seien Flexibilität und Dynamik in einer immer schnelleren und stärker vernetzten Welt entscheidend.

Die Studie bestätigt den Aufwärtstrend, den Berlin in den vergangenen Jahren genommen hat. Die Beschäftigung nimmt stärker als in jedem anderen Bundesland zu. Die Startup-Wirtschaft entwickelt sich so gut wie in nur wenigen anderen Städten Europas. Auch andere Erhebungen sind zu diesem Ergebnis gekommen. So hat das Institut für Strategieentwicklung (lFSE) errechnet, dass junge Unternehmen in Berlin bereits 13.200 Arbeitnehmer beschäftigen. Das sind etwas weniger als beim Nahverkehrs-Anbieter BVG und mehr als bei der Siemens AG, die immerhin ihren weltgrößten Produktionsstandort an der Spree unterhält.

Viele innovative Gründer

Die vielen Gründer sind auch für die etablierten Unternehmen sehr attraktiv. Viele haben in der Hauptstadt ihre Digitalsparten angesiedelt und hoffen, mit den Startups kooperieren zu können. Die Liste der mehr als 50 Konzerne ist lang und reicht von der Deutschen Bahn und der Deutschen Bank über Eon, Klöckner, die Allianz und viele andere. Auch Mittelständler wie Schleicher Electronic gehen bereits diesen Weg.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht für 2015 von 6.500 Unternehmensgründungen mit einem hohen Innovationspotenzial in Berlin aus. "Damit liegt Berlin gleichauf mit München und Hamburg", erklärt das Institut. Jede sechste Gründung in Berlin sei innovativer Art.

Ein Schwachpunkt Berlins ist allerdings noch die Zahl der Patentanmeldungen, heißt es bei der ING Diba – trotz des forschungsstarken Technologiefeldes Medizin, Messtechnik und Datenverarbeitung.

Ihr Ansprechpartner zum Thema Industrie und Innovation

Burkhard Rhein
Abteilungsleiter Industrie-, Energie- und Infrastrukturpolitik
Burkhard
Rhein
Telefon:
+49 30 31005-117
Telefax:
+49 30 31005-240
E-Mail:
Rhein [at] wveb.de

Ihr Ansprechpartner zum Thema Wirtschaftsdaten

Klaus Jeske
Volkswirtschaft, Statistik und Förderpolitik
Klaus
Jeske
Telefon:
+49 30 31005-127
Telefax:
+49 30 31005-240
E-Mail:
Jeske [at] wveb.de

Pressekontakt

Carsten Brönstrup
Abteilungsleiter Presse und Kommunikation, Pressesprecher
Carsten
Brönstrup
Telefon:
+49 30 31005-114
Telefax:
+49 30 31005-166
E-Mail:
Broenstrup [at] wveb.de